Im Krafttraining ist die Sticking Region ein Begriff, der oft in Verbindung mit Übungen wie Kniebeugen, Bankdrücken oder Kreuzheben fällt. Sie beschreibt den Moment in einer Bewegung, in dem der Fortschritt stockt, weil mechanische und muskuläre Voraussetzungen auf ihre Grenzen stoßen. Für viele Athleten ist die Sticking Region der entscheidende Punkt, an dem Fortschritt oder Stagnation definiert wird. Doch was genau passiert in der Sticking Region, und wie kann man sie überwinden? In diesem Artikel beleuchten wir die wissenschaftlichen Hintergründe und zeigen effektive Trainingsmethoden, um diese Schwachstelle zu meistern.
Die Sticking Region ist eine kritische Phase innerhalb einer Bewegung, in der die mechanischen Hebelkräfte und die muskuläre Aktivierung auf ein Minimum reduziert sind. Dieser Moment führt oft dazu, dass das Gewicht nicht weiter bewegt werden kann, obwohl der Athlet in anderen Teilen der Bewegung deutlich stärker ist.
Mechanisch gesehen tritt die Sticking Region auf, wenn die beteiligten Muskeln in einer ungünstigen Position arbeiten. Dies passiert häufig in der Übergangsphase von der exzentrischen (abwärts) zur konzentrischen (aufwärts) Bewegung. In dieser Phase können Faktoren wie Gelenkposition, Muskelspannung und die Lastverteilung den Fortschritt erheblich erschweren (Saeterbakken et al., 2016).
Beispiele:
Die Sticking Region wird durch biomechanische und physiologische Faktoren beeinflusst. Studien zeigen, dass die Kombination aus Muskelaktivität, Gelenkwinkeln und externem Widerstand entscheidend ist.
Ein Grund für die Sticking Region sind ungünstige Hebelverhältnisse. Wenn der Gelenkwinkel nicht optimal ist, können Muskeln nicht ihre maximale Kraft entfalten. Dies führt dazu, dass der Athlet in bestimmten Bewegungsabschnitten weniger Kontrolle über die Last hat (Kubo et al., 2018).
In der Sticking Region können Muskeln oft nicht schnell genug motorische Einheiten rekrutieren, um die benötigte Kraft zu erzeugen. Dies führt zu einer Unterbrechung des Bewegungsflusses (McMaster et al., 2009).
Die Geschwindigkeit der Bewegung nimmt in der Sticking Region häufig ab, was den Bewegungsfluss weiter hemmt. Dies resultiert in einer verminderten Gesamtleistung und einer ineffizienten Kraftübertragung (Joy et al., 2016).
Die gute Nachricht ist, dass die Sticking Region durch gezielte Trainingsmethoden optimiert werden kann. Hier sind einige effektive Ansätze:
Elastische Widerstände wie Fitnessbänder sind eine der effektivsten Methoden, um die Sticking Region zu überwinden. Sie erzeugen eine progressive Belastung, die am stärksten ist, wenn die Muskeln am meisten gefordert werden. Dies führt zu einer besseren Anpassung an die Kraftkurve und einer gezielten Überladung der kritischen Phase (Saeterbakken et al., 2016).
Vorteile:
Isometrische Übungen sind ideal, um die Sticking Region zu stärken. Indem Athleten die Bewegung an ihrem kritischen Punkt halten, erhöhen sie die Muskelspannung und verbessern die neuromuskuläre Kontrolle.
Beispiel:
PAP ist eine Methode, bei der schwere Lasten mit explosiven Bewegungen kombiniert werden. Dies verbessert die neuromuskuläre Aktivierung und erhöht die Leistungsfähigkeit in der Sticking Region.
Beispiel:
Indem die Geschwindigkeit der Bewegung verlangsamt wird, können Athleten die Sticking Region gezielt adressieren. Dies erhöht die Kontrolle und verbessert die Muskelkoordination.
Beispiel:
Hier sind drei spezifische Übungen, die helfen, die Sticking Region zu überwinden:
Die Sticking Region mag für viele Athleten wie eine unüberwindbare Hürde erscheinen, doch mit den richtigen Strategien und Werkzeugen kann sie gezielt adressiert werden. Elastische Widerstände, isometrisches Training, PAP und Tempo-Übungen sind effektive Ansätze, um biomechanische Schwächen zu überwinden und die neuromuskuläre Aktivierung zu verbessern.
Durch ein gezieltes Training in der Sticking Region können Athleten nicht nur ihre Leistung steigern, sondern auch Verletzungen vorbeugen und langfristig von einem effizienteren Bewegungsablauf profitieren. Mit Tools wie dem EXOPEK Pro können diese Methoden effektiv umgesetzt werden – ein echter Gamechanger für Athleten und Trainer.

